Bilder optimieren – Ranking Kriterien für die Google Bildersuche


Schon oft habe ich festgestellt, dass einige Webmaster und Blogbetreiber gar nicht wissen, wie wichtig eigentlich Bilder in einem Beitrag sind. Nicht nur, dass Bilder kaum eingesetzt werden, die Bild Optimierung wird schlichtweg vernachlässigt.

Du solltes dir jedoch bewusst machen, dass Bilder für ein gutes Ranking in der Google-Bildersuche sorgen und so mehr Besucher (Traffic) auf deinen Blog bringen.

Genau darum, weil dieses Thema noch zu oft zu stiefmütterlich behandelt wird und viele nicht wissen, wie sie ihre überhaupt Bilder optimieren sollen, widme ich mich dem Thema in diesem Beitrag.

Was passiert genau wenn meine Bilder für die Google Suche optimiert sind?

Wenn dein Bild in deinem Beitrag für die Google Suche optimiert ist, dann erscheint es in der Google Bildersuche weit oben und beinhaltet aktuell 4 Links zu deiner Webseite:

Beispiel Google Bildersuche - optimierte Bilder

Viele Menschen suchen vor allem in der Bildersuche zuerst nach bestimmten Inhalten. „Sich ein erstes Bild zu machen“ bekommt dabei eine tiefere Bedeutung. Zum Beispiel im Bereich DIY, schaut man sich doch gern vorher die Bastel Ideen an, bevor man den Artikel dazu liest. Ist das Bild ansprechend, so klickt man darauf und liest den ganzen Beitrag.
Des Weiteren suchen viele Leute nach Bildern zu einem bestimmten Produkt und schauen sich unterschiedliche Varianten dazu an. Oder man sucht nach bestimmten Personen, Sehenswürdigkeiten in einer Stadt, wie das nächste Restaurant von innen aussieht, das Essen dort usw. Es gibt viele Gründe sich zunächst ein Bild anzusehen.
Du siehst also, die Bildersuche hat große Bedeutung und kann dir viel zusätzlichen Traffic bringen. Und daher solltest du auch deine Bilder in deinem Blog / Deiner Webseite optimieren, damit diese in der Bildersuche von Google erscheinen.

Bilder im Blog optimieren – Google Ranking Faktoren

Du solltest immer darauf achten, dass du passende und hochwertige Bilder verwendest. Mit hochwertig ist dabei nicht die Auflösung gemeint (dazu komme ich noch). Vielmehr sollte das Bild zum Text passen und ihn unterstützen. Ein Bild sollte also nicht einfach nur verwendet werden, weil jemand wie ich dir das sagt, es sollte sinnvoll eingesetzt werden.
Google hat nicht die Möglichkeit genau zu bewerten, wie „toll“ oder „schön“ ein Bild ist. Daher gibt es eben gewissen Ranking Faktoren für Bilder, die Google zur Bewertung heranzieht.

Die Google Bildersuche folgt einem anderen Ranking Algorithmus als der den wir für die „normale“ Suche kennen und worauf wir unsere Webseiten Inhalte optimieren. Das ein Bild in der Bildersuche weit oben gerankt wird, dauert zudem oft länger als im allgemeinen Suchalgorithmus. Aber es lohnt sich Bilder darauf zu optimieren.

Anbei möchte ich die Ranking Kriterien eines Bildes für Bildersuche nennen und erläutern.

Der Dateiname

Schon bevor ein Bild überhaupt ins Web geladen wird, fangen die Kriterien an.
So ist der Dateiname schon äußerst wichtig für das Ranking, da der Google Algorithmus hiermit erkennen kann, worum es in diesem Bild geht. Das Bild sollte also nicht mit kryptischen Zeichen wie „xghdg43566“ versehen werden. Bereits hier solltest du dir die Mühe machen, das Bild entsprechen zu benennen und das Keyword des Bildes im Dateinamen zu verwenden und abzuspeichern.

Das Alt-Atribut

Aus dem Alt-Atribut kann und möchte Google auslesen, was der Inhalt des Bildes ist, worum es also in diesem Bild geht. Zwar wird der Algorithmus immer intelligenter, jedoch kann Google noch immer nicht alle Bilder „erkennen“ und weiß demnach nicht worum es geht. Hier hilft das Alt-Atribut.

Des Weiteren ist das Alt Attribut wichtig für die Barrierefreiheit im Netz. Es wird ausgelesen, wenn das Bild aus verschiedenen Gründen nicht geladen werden oder vom Betrachter nicht gesehen werden kann. Ein Nutzer dann mit der Maus über das Bild fahren und das Alt-Atribut auslesen.

Des Weiteren kann ein sogenannter Screenreader einem sehbehinderten Menschen den Inhalt des Alt- Atributes vorlesen, damit er / sie weiß, was der Inhalt des Bildes ist. Ganz klar also, dass Google das Alt Atribut als wichtiges Element in der Bildersuche einstuft. Denn Google ist stehts bemüht die Nutzererfahrung innerhalb der eigenen Suchmaschine zu verbessern.

Der Titel

Ich hab jetzt schon oft auf anderen Ratgeber Blogs gelesen, dass der Bild Titel nicht ganz so wichtig ist. Die Aussage ist etwas vage. Zwar bezieht Google den Title nicht so stark wie andere Faktoren ins Ranking mit ein aber wie oben in meinem Beispiel zu sehen ist, wird der Titel in der Bildersuche angezeigt. Wenn da also irgendwas Komisches steht, dann kann es passieren, dass der Klickanreiz für den Nutzer nicht da ist. Du verlierst so wertvolle Leser. Geb dir also auch beim Title des Bildes entsprechend Mühe!

Die Dateigröße und das Datei Format

Die Dateigröße sollte und kann auch möglichst gering sein – etwa 150 KB. Wenn du nicht gerade eine Webseite hast, auf der du deine Fotokünste unter Beweis stellst oder dein Fotostudio präsentierst, brauchst du im Web keine hochauflösenden Bilder und solltest sie immer fürs Web komprimieren. Viele Bildprogramme bieten eine Komprimierung an. Zudem wirkt sich ein Bild mit einer geringen Dateigröße auch nicht negativ auf die Ladezeit deiner Webseite aus. Und auf eine geringe Ladezeit achtet Google eben auch. Aber das behandel ich mal an anderer Stelle.

Aus der Dateigröße schließt sich, dass du eben auch kein hochauflösendes Datei Format für deine Bilder auf deiner Webseite verwenden solltest. JPG, PNG  und GIF Dateien reichen hier völlig aus.

Die Auflösung

Eine „ideale“ Bildgröße gibt es nicht. Deine Bilder sollten so groß sein, dass deine Leser sie problemlos betrachten und die Aussage erkennen können. Meine Bilder sind häufig nicht breiter als 1500 Pixel (px), was schon recht groß ist. Ich schau jedoch, dass ich die Bilder dann entsprechend fürs Web komprimiere. Denn große Bilder sorgen ja auch wieder für eine höhere Ladezeit, die man ja eigentlich vermeiden sollte/möchte.
Große Bilder ranken aber deutlich besser als kleine. Das kannst du ganz einfach von deinem eigenen Verhalten ableiten, wenn du nach Bildern in Google suchst. Bevorzugst du eher größere Bilder oder ganz kleine?
Auch ist es so, dass rechteckige Bilder besser ranken als quadratische, da es für unser Auge einfach die „natürlichere“ Form ist. Ein Seitenverhältnis von 4:3 oder 16:9 macht sich gut.

Die Umgebung zum Bild

Natürlich achtet Google nicht nur auf harte Fakten des einzelnen Bildes. Auch weiche Faktoren spielen eine Rolle. So auch die Umgebung zum Bild. Das heißt der Text um das Bild, die Überschriften und die Beschriftung / Bildunterschrift sind wichtig. Die Frage, die man sich hier stellen muss, passt das Bild zum Text (und umgekehrt)? Ist es relevant? Ist das Keyword sowohl in der Bildumgebung als auch im Bild selber enthalten? Oberhalb des Bildes sollte möglichst eine Zwischenüberschrift mit relevanten Keywords stehen.

Zur Bildunterschrift sei noch gesagt, sie muss nicht unbedingt sein. Viele Blogs verwenden sie nicht. Auch ich nicht, da sie einfach nicht in meinen Blog passt. Dennoch ranken meine Bilder entsprechend gut. Hast du eine Art Magazin, dann kann es aber durchaus Sinn machen es zu verwenden. Auch als Zusatzinformation zum Bild macht es sich gut. Manchmal muss man auch aus rechtlichen Gründen eine Beschriftung / Bildunterschrift verwenden, um dort den Copyright-Vermerk anzugeben. 

Exif-Daten

Die Exif Datei (exchangeable Image File Format) enthält Informationen zum Bild die von der Kamera erhoben wurden. Diese kann man auf dem lokalen Rechner einsehen:

Beispiel zur EXIF Datei - Bilder optimieren

Sie enthält also viele zusätzliche Informationen zum Bild, die von Google ausgelesen werden können. Mit Bildbearbeitungsprogrammen können diese Informationen noch zusätzlich bearbeitet und gespeichert werden.

Hochwertigkeit des Bildes

Je nach Thema des Blogs und auch des Blogbeitrages kann es nun sein, dass man keine eigenen Bilder hat. Dennoch solltest du, wie schon beschrieben in jedem Blogartikel ein gutes, hochwertiges und relevantes Bild haben. Du solltest immer einen gewissen Anspruch an deine verwendeten Bilder haben, auch wenn du sie selber nicht erstellt hast. Da Google nicht direkt bewerten kann, wie gut dein Bild ist, zieht es die Nutzererfahrung als Ranking Kriterium hinzu. Je öfter dein Bild auf anderen Seiten geteilt wird oder eine Kopie davon erstellt wird (die Urheberschaft liegt bei dir, vorausgesetzt, es ist dein Bild), desto höher wird dein Bild ranken.

Wo findest du also jetzt Bilder, wenn du keine eigenen hast?

Keine Angst, du musst keine teuren Stock Fotos kaufen. Es gibt auch einige gute Portale, auf denen du frei erhältliche Bilder bekommst. So wie diese:

  • https://www.pexels.com
  • https://pixabay.com
  • https://thestocks.im
  • http://thepatternlibrary.com
  • https://foodiesfeed.com
  • https://picjumbo.com

Achte dabei immer auf das Copyright und wie du das Bild verwenden darfst. Am Besten ist diese Lizenz Bestimmung:

Bild Lizenz Bestimmung / Vorgabe - Bilder optimieren

 

Bilder optimieren im WordPress Editor

WordPress macht es dir sehr leicht deine Bilder zu optimieren.

Den Datei Namen, das Format und die Dateigröße, musst du schon vorher optimieren. Alles Weitere kannst du innerhalb des WordPress Editor erledigen.
Sobald du ein Bild hoch lädst, kannst du unter Bild Details die Einstellungen zu Titel, Alt-Atribut, Beschriftung und Größe (Anzeigengröße) vornehmen:

Wordpress Editor Bilddetails - Bilder optimieren Das Thema Bilder Optimierung innerhalb deines Blogs, ist also schon eine ernst zunehmende Sache. Auch wenn dir diese Informationen vielleicht zu Beginn etwas viel erscheinen mögen, sobald du den Prozess verinnerlicht und du das ein paar Mal gemacht hast, wird es dir leicht von der Hand gehen deine Bilder zu optimieren. Irgendwann machst du das wie im Schlaf. 😉

Solltest du dennoch weiter Fragen haben, dir etwas unklar sein oder du einfach Feedback abgeben wollen, schreib mir einfach hier in den Kommentaren!

Bilder optimieren – Ranking Kriterien für die Google Bildersuche
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